Unser Hochzeitstag auf La Digue

Der 03.02.2026 begann ruhig und fast unwirklich. Kein Trubel, keine Hektik – nur dieses besondere Gefühl, dass heute unser Tag ist.

Pünktlich wurden wir von unserem Weddingplanner mit einem liebevoll geschmückten Elektrowagen am Hotel abgeholt. Schon diese Fahrt hatte etwas Besonderes – ein Moment zwischen Vorfreude und stiller Aufregung.

Am Ort der Zeremonie wartete bereits die Standesbeamtin, die ganz entspannt mit dem Fahrrad angeradelt kam – ein Bild, das wohl nur auf La Digue so selbstverständlich wirkt. Nach ein paar kurzen einleitenden Worten ging es auch schon los.

Unser Fotograf Torsten Dickmann gab uns noch ein paar ruhige, letzte Hinweise, dann schritten wir gemeinsam auf den geschmückten Pavillon zu. In diesem Moment war alles um uns herum ganz klar – die Insel, das Licht, die Atmosphäre. Und wir mittendrin.

Unsere standesamtliche Trauung

Die eigentliche Zeremonie dauerte etwa 15 Minuten und wurde auf Englisch gehalten. Die Worte waren schlicht und würdevoll – nichts Überladenes, sondern ruhig und passend zu diesem Ort.

Am Ende folgten die Unterschriften unserer Trauzeugen, die wir uns für diesen Tag „geliehen“ hatten: unser Weddingplanner und sein Mitarbeiter. Ein schöner, unkomplizierter Moment, der perfekt zur entspannten Atmosphäre der Insel passte.

Nach der offiziellen Trauung wurde angestoßen – mit Hochzeitstorte mit Mango und einer frischen Kokosnuss, verfeinert mit einem Schuss Takamaka. Ein kleiner, typisch seychellischer Moment, der unsere Hochzeit genauso leicht enden ließ, wie sie begonnen hatte.

Der Rest vom Tag

Nach etwa einer Stunde verließen wir den Ort der Zeremonie und machten uns gemeinsam mit Torsten Dickmann auf den Weg zu unserem Fotoshooting an einige der schönsten Stellen der Insel.

Zunächst ging es in den Norden von La Digue. Schon die Fahrt dorthin war besonders – immer wieder hielten wir spontan an kleinen Buchten oder markanten Granitformationen. Torsten erzählte uns dabei viel über die Insel, ihre Besonderheiten und seine Erfahrungen aus den vielen Hochzeiten, die er hier bereits begleitet hatte. Man merkte, wie gut er La Digue kennt – nicht nur fotografisch, sondern auch persönlich.

Für die besten Motive kletterten wir gemeinsam über Felsen, suchten ungewöhnliche Perspektiven und nutzten das Licht, das sich ständig veränderte. Teilweise war es fast ein kleines Abenteuer – aber genau das machte es so besonders. Wir haben viel gelacht, uns treiben lassen und dabei völlig vergessen, dass wir gerade fotografiert werden.

Gegen 14:30 Uhr war diese erste Runde beendet, und wir kehrten ins Hotel zurück. Dort genossen wir einen ruhigen Moment nur für uns. Ein wenig entspannen, durchatmen und anstoßen – mit Champagner und einer frischen Obstplatte, die uns das Hotel vorbereitet hatte. Nach all den Eindrücken tat diese Zweisamkeit gut.

Gegen 16 Uhr wurden wir erneut von unserem Weddingplanner abgeholt. Diesmal ging es in den Süden der Insel, zum L'Union Estate. Die Atmosphäre dort war eine ganz andere – weiter, offener, mit dem warmen Licht des späten Nachmittags.

Die letzten Aufnahmen entstanden direkt am Meer und in kleinen, versteckten Buchten. Das Licht wurde weicher, die Farben intensiver – und wir ließen uns immer mehr auf den Moment ein. Am Ende standen wir im Wasser, lachten, spürten die Wellen und dachten keinen Moment mehr an perfekt sitzende Kleidung.

Als die Sonne langsam tiefer sank, waren wir komplett nass – aber genau das machte diesen Abschluss so besonders. Es war nicht gestellt, nicht geplant bis ins Detail, sondern einfach echt.

Die Nacht – ein privates Dinner am Meer

Nachdem unser Fotoshooting endete, wurden wir von unserem Weddingplanner zurück ins Hotel gebracht. Wir zogen uns erst einmal um – unsere Kleidung war vom Meer komplett durchnässt, bis auf die Unterwäsche. Ein kurzer Moment zum Durchatmen, Frischmachen und realisieren, was dieser Tag alles mit sich gebracht hatte.

Für den Abend hatten wir ein BBQ am Strand gebucht. Kurz darauf wurden wir erneut abgeholt und zu einem einsamen Strand gefahren. Schon aus der Ferne sahen wir das warme Licht eines beleuchteten Pavillons direkt am Wasser – nur für uns aufgebaut.

Dort wartete bereits ein Koch, der frisches Fleisch auf dem Grill brutzelte und ein aromatisches Curry zubereitete. Dazu gab es Salate und verschiedene Beilagen – alles liebevoll angerichtet, während das Meer nur wenige Schritte entfernt rauschte.

Und als wäre selbst die Natur neugierig auf diesen Moment, kamen immer wieder kleine Krabben aus dem Wasser hervor und beobachteten das Geschehen aus sicherer Entfernung.

Es war ruhig. Intim. Fast unwirklich.

Kein Publikum, keine Musik – nur wir, das Meer und dieser besondere Abschluss eines Tages, der sich von Anfang bis Ende genau richtig anfühlte.

Später, als wir dort saßen, das Meer im Hintergrund und nur das sanfte Licht des Pavillons um uns herum, wurde uns bewusst, wie besonders dieser Tag gewesen ist. Keine große Bühne, kein festes Programm – sondern genau das, was wir uns gewünscht hatten: ein Moment, der nur uns gehört.

Wir hatten nicht nur geheiratet.

Wir hatten unseren eigenen Weg gewählt – und genau so fühlte es sich auch an.

Und vielleicht war genau das das Schönste an allem.